Smart Home per Google Home App steuern und Geräte verwalten Google Home App – Überblick und wichtigste Funktionen

Wer seine Smart Home Komponenten mit Hilfe des Google Assistant steuern möchte, ist auf die Google Home App angewiesen. Damit lassen sich in einfachen Schritten Geräte verwalten oder Dienste verknüpfen. Eine weitere Grundlage ist ein intelligenter Lautsprecher wie Google Home, Google Home Mini, Google Nest Mini oder Google Nest Hub oder kompatibles Gerät. Wir stellen die wichtigsten Funktionen der Google Home App im Überblick vor.

Wir stellen die wichtigsten Funktionen der Google Home App im Überblick vor

Google Assistant als zuverlässiger Begleiter

Wer ein Smartphone mit Android Betriebssystem besitzt, kann bereits auf praktische Funktionen von Google Assistant zugreifen. Um Google Assistant zu nutzen ist daher keine Google Home App zwingend nötig. Dazu zählen beispielsweise die Hilfe beim Planen des Terminkalenders, Aufgaben verwalten, Musik abspielen oder das präzise Beantworten von Fragen durch die Anbindung an die Google Suchmaschine. Mehr Komfort und Anwendungsbereiche im Smart Home bietet allerdings die Nutzung des Assistenten in Verbindung mit Google Lautsprechern oder Smart Displays.

Google Home App einrichten – so geht’s

Zieht ein Google Home, Google Nest Mini oder Google Nest Hub in die heimischen vier Wände ein, steht der komfortablen Sprachsteuerung von kompatiblen Geräte im eigenen Smart Home via Google Assistant nichts im Weg. Für die Einrichtung wird lediglich noch die Google Home App (Android|iOS) auf einem Smartphone oder Tablet benötigt. Die App führt Nutzer intuitiv durch den Einrichtungsprozess, der in sechs Schritten erledigt ist:

  1. Lautsprecher oder Smart Display von Google Nest oder Google Home mit Strom verbinden und einschalten.
  2. Sicherstellen, dass sich Smartphone oder Tablet im selben WLAN befinden, indem auch die Google Komponenten hinzugefügt werden sollen.
  3. Google Home App downloaden und öffnen.
  4. Nach dem Tippen auf das kleine Plus-Symbol in der linken oberen Ecke „Geräte einrichten“ anwählen. Manchmal wird der Punkt bereits im Startmenü direkt angezeigt.
  5. Beim Einrichten haben Nutzer die Wahl zwischen neuen Google-Geräten oder Geräten, die mit Google kompatibel sind. Für das Hinzufügen eines Google Lautsprechers oder Displays ersteres auswählen. Soll eine Google-kompatible Steckdose eingerichtet werden, auf „Funktioniert mit Google“ tippen und dann den Gerätehersteller auswählen.
  6. Den Anweisungen der App folgen, wie beispielsweise die Zuordnung, in welchem Raum das Google Gerät steht und Privatsphäre-Einstellungen.
Die Geräte-Einrichtung funktioniert bei der Google Home App übersichtlich und intuitiv

Im Test funktionierte die Einrichtung des Google Nest Hub schnell und einfach. Gefallen hat uns besonders, dass für die WLAN Verbindung des Smart Displays das Internet-Passwort nicht extra neu eingegeben werden musste. Die Google Home App überträgt automatisch die nötigen Daten des verwendeten Tablets oder Smartphones, was den Einrichtungsprozess beschleunigt. Zudem ist die Wahl zwischen Google Geräten und Google kompatiblen Geräten bzw. Herstellern praktisch – zweiteres fällt durch eine übersichtliche Hersteller-Auswahlliste positiv auf.

Hinweis: Eine Desktop Google Home Anwendung für den PC existiert aktuell nicht (Stand: 08/2020).

Die 5 wichtigsten Einstellungen für die Google Home App

Je angepasster das Smart Home auf die individuellen Bedürfnisse seiner Anwender ist, desto komfortabler. Deshalb nennen wir 5 Einstellungen in der Google Home App, die Nutzer nicht mehr vermissen wollen, sobald sie einmal eingerichtet sind.

  1. Musik Streamingdienst einrichten: Mit Hilfe der Google Home App können Nutzer ihren Musik Streamingdienst mit einem oder mehreren Google Lautsprechern verknüpfen und mit Google Home Musik hören. Dann kann z. B. per Sprachbefehl die Lieblingsplaylist oder auch ein spannender Podcast gestartet werden. Über die Google Home App können Nutzer zudem ein Multiroom System aus mehreren Google Speakern erstellen.
  2. Filme und Serien mit Google Home schauen: Gemeinsam mit der Google Home App, einem Google Home Lautsprecher und einem Google Chromecast können Nutzer ihre Serie auf ihrem Video Streamingdienst per Sprachbefehl aufrufen oder vom Smartphone aus auf einen TV streamen. Mehr zum Thema Google Home mit Fernseher verbinden.
  3. Smart Home Geräte verbinden: Neben dem großen Faktor Entertainment dient die Google Home App zur Vernetzung verschiedener Smart Home Komponenten. Dann hören beispielsweise die Philips Hue Lichtsteuerung, der Sonos One Lautsprecher oder auch die Thermostate von tado° auf Google Assistant. Die Anzahl der integrierbaren Google Home bzw. Google Nest und Google Assistant kompatiblen Geräte ist dabei unbegrenzt.
  4. Google Actions: Was bei Konkurrent Amazon auf den Namen Skill hört, sind bei Google die Google Actions. Dahinter stecken Angebote von Drittanbietern, die z. B. Spiele, Nachrichten oder Sportinformationen bieten. Während Amazon hier auf ein übersichtliches Skill-Verzeichnis baut, orientiert sich Google an seinem Suchmaschinenkonzept. Nutzer müssen Google Assistant nach Übersichten oder konkreten Anwendungen fragen, um herauszufinden, ob eine Verfügbarkeit besteht. Wir testeten beispielsweise die Frage „Ok Google, zeige mir Spiele“, worauf Google Assistant Spiele wie „Akinator“, „Wer wird Millionär“ oder das „Hauptstadtspiel“ als Ergebnisse vorschlug.
  5. Mit Google Home telefonieren: Google bietet mit Google Duo ein Video- und Telefonier-Tool, das auch über die Google Home App integrierbar ist. Besteht ein Google Duo Benutzerkonto, können Nutzer nicht nur per Smartphone-App, sondern auch über ihren Google Home oder Nest Hub mit Freunden und der Familie kommunizieren und mit Google Home telefonieren.

Mit Google Home App Abläufe und Routinen erstellen

Nutzer können mit der Google Home App nicht nur Geräte verwalten und verknüpfen, sondern auch Smart Home-Abläufe bzw. Routinen erstellen. Das verspricht viel Komfort, denn so lassen sich mit nur einem Google Assistant Sprachbefehl zahlreiche Aktionen starten. So können Nutzer zum Beispiel eine Smart Home-Szene erstellen, bei der morgens die Lieblingsplaylist zu spielen beginnt, die Rollläden automatisch hochfahren und die an einer smarten WLAN Steckdose angesteckte Kaffeemaschine den ersten Kaffee des Tages aufbrüht. Insgesamt sechs Abläufe sind in Grundeinstellungen als Inspirationsgeber vorinstalliert:

  • Guten Morgen: z. B. Lautlosmodus des Smartphones abschalten, Thermostat einstellen, Wetterbericht starten, Termine oder Erinnerungen vorlesen, Musik oder Schlagzeilen abspielen.
  • Schlafenszeit: z. B. Smartphone lautlos schalten, Wetterbericht für den morgigen Tag nennen, Alarmanlage aktivieren, Tür abschließen.
  • Nach Hause kommen: z. B. Musik starten, Thermostat einstellen, Lichter einschalten.
  • Aus dem Haus gehen: Alarmanlage einschalten, Lichter und Thermostat abschalten, Türen abschließen.
  • Weg zur Arbeit: z. B. Wetterbericht, Termine, Erinnerungen.
  • Weg nach Hause: z. B. Thermostate einstellen, Google Home Geräte zuhause sagen lassen, dass man auf dem Heimweg ist.
Die Google Home App verfügt über zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten durch die Nutzerstimme, Datensicherheit und Google Abläufe

Vorteile bringen diese Abläufe beispielsweise nicht nur in Sachen Komfort, sondern erhöhen zudem die Sicherheit oder bieten eine Energie-Ersparnis. Denn beim Verlassen der eigenen vier Wände kann ein Google kompatibles intelligentes Türschloss die Haustür automatisch abschließen, eine Überwachungskamera starten und während der Abwesenheit Thermostate anleiten, die Temperatur zu senken.

Google Home App – Datenschutz und Privatsphäre

Wer sich bei der Verwendung von Google Assistant und der Google Home App Sorgen um die Privatsphäre oder den Datenschutz macht, kann verschiedene Einstellungen vornehmen. Beispielsweise können Zeitfenster festgelegt werden, nach denen Suchanfragen und Befehle gelöscht werden sollen. Die Google Assistant Daten können Anwender zudem stets selbst einsehen und löschen. Aber: Eine Personalisierung basiert auf gesammelten Daten – fehlen diese, schwächt das auch die individuelle Betreuung durch Sprachassistenten wie Google Assistant.

Melanie Baumann

Melanie Baumann gehört als Kind der 90er zum festen Bestandteil der Second-Screen-Gesellschaft. Aufgewachsen mit Handys, bei denen die Internetnutzung noch nicht zum Standard gehörte, ist sie heute begeistert von der überall verfügbaren Onlinewelt.